Milben, Pilze & Co: So oft sollte die Bettwäsche gewechselt werden

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Die einen wechseln die Bettwäsche einmal pro Woche, für die anderen reicht einmal im Monat. Laut einer Studie sollte die Bettwäsche häufiger gewechselt werden, als viele denken.

Damit sich der Körper ausreichend erholen kann, sollte man sieben bis acht Stunden schlafen. Gut ein Drittel unseres Lebens verbringen wir also im Bett. Wichtig für eine gute Nachtruhe ist jedoch eine hygienische Umgebung, zu der auch das regelmäßige Wechseln der Bettwäsche gehört. Beim Schlafen verlieren wir jede Nacht Hautschuppen, Körperhaare und Schweiß, die einen idealen Nährboden für Milben, Bakterien und Pilze bilden.

Auch wenn Bettwäsche, Decken und Kissen auf den ersten Blick sauber aussehen, sind sie es nicht. Überall dort, wo die Bettwäsche direkten Kontakt mit der menschlichen Haut hat, tummeln sich mikroskopisch kleine Lebewesen. Und die sind alles andere als appetitlich. An erholsamen Schlaf ist bei muffiger Bettwäsche also nicht zu denken.

Bettwäsche mindestens alle zwei Wochen wechseln

Vor allem im Sommer schwitzt man mehr. Durch die Körperflüssigkeit können sich Pilze bilden. Laut einer Studie können 1,5 bis 20 Jahre alte Daunen- und Synthetikkissen bis zu 17 verschiedene Pilzarten beherbergen. Abhilfe schafft nur regelmäßiges Waschen, empfohlen wird ein Waschgang pro Woche. Wem das zu viel ist, sollte die Bettwäsche mindestens alle zwei Wochen wechseln.

Das gilt auch für jene, die nackt schlafen. Die Haut kommt dabei nämlich direkt mit der Bettwäsche in Berührung. Hautschuppen, Schweiß und Haare können sich so leichter festsetzen. Personen mit einer Hausstauballergie wird geraten, die Bettwäsche wöchentlich zu waschen. Das gilt auch für Bettbezüge nach einer Krankheit und im Babybettchen. Außerdem sollten die Matratze, Kissen und Bettdecken gut ausgelüftet werden.

Dreck im Bett

Neben den körpereigenen Stoffen sammeln sich auch allerlei fremde Mikroorganismen im Bett an. So landen auch Partikel aus der Luft früher oder später im Bett. Auch Pollen, Milben und Rückstände von Textilchemikalien finden ihren Weg in die Schlafstätte. Hat man ein Haustier, sorgen zusätzliche Keime und Schmutz dafür, dass das Bett noch unhygienischer wird.

Bettwäsche richtig waschen

Häufiges Waschen der Bettwäsche sorgt für einen besseren und gesünderen Schlaf. Je nach Material sollte die richtige Waschtemperatur gewählt werden. Bettwäsche aus Baumwolle kann bei 60 Grad mit Colorwaschmittel gewaschen werden. Keime und Bakterien haben so keine Chance. Weiße Baumwollbettwäsche kann sogar bei 95 Grad gewaschen werden. Satinbettwäsche wird bei normaler Verschmutzung bei 40 Grad gewaschen. Gleiches gilt für Leinen, wobei hier ein Schonprogramm zu bevorzugen ist. Mikrofaser-Bettwäsche verträgt 60 Grad, Seidenbettwäsche maximal 30 Grad. Für mehr Hygiene sorgt ein Hygienespüler. Gerade bei Wäsche, die bei maximal 40 Grad gewaschen werden sollte, kann ein solcher als Desinfektionsmittel zugegeben werden.

Wie oft Bettwäsche und Kopfkissen erneuert werden sollten

Bei guter und regelmäßiger Pflege kann Bettwäsche mehrere Jahre halten. Es wird jedoch empfohlen, die Bettwäsche etwa alle drei bis vier Jahre zu ersetzen. So bleibt sie hygienisch. Bei Kopfkissen ist die Lebensdauer je nach Füllung etwas kürzer. In der Regel sollten Kissen etwa alle 12 bis maximal 24 Monate durch ein neues ersetzt werden. Wer sein Kissen in den letzten drei Jahren nicht gewechselt hat, sollte dies unbedingt tun. Denn im Kissen befinden sich kleine Spinnentiere wie Milben sowie Bakterien und Pilze.

Auch wenn die Bettwäsche scheinbar sauber aussieht, sollte man sie regelmäßig wechseln und in die Jahre gekommene Kissen, Laken und Decken erneuern.

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