Diese grandiosen Erfindungen haben wir Frauen zu verdanken

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Viele Dinge, die für uns heute ganz alltäglich sind, haben wir kreativen Köpfen zu verdanken. Unzählige bahnbrechende Erfindungen haben eines gemeinsam: Sie stammen von Frauen. 

Wissenschaftlerinnen stehen oft im Schatten ihrer männlichen Kollegen. Zu Unrecht, denn ohne sie gäbe es keine Spülmaschinen, Computerprogramme, Scheibenwischer und vieles mehr, was für uns heute zum Alltag gehört. Hier eine Auswahl bahnbrechender Erfindungen, die wir Frauen zu verdanken haben.

Kaffeefilter

Nichts geht über eine Tasse Kaffee am Morgen. Dass wir keine Brühe mit Krümeln trinken müssen, verdanken wir Melitta Benz (1873-1950). Zu einer Zeit, als bitterer Kaffeegeschmack und Kaffeesatz am Tassenboden noch zum Alltag gehörten, begann die Dresdnerin mit Löschpapier zu experimentieren. Sie legte Löschpapier in eine mit Löchern versehene Konservendose, stellte diese auf die Kanne und fügte Kaffeepulver und Wasser hinzu. Das Ergebnis war Kaffee ohne Kaffeesatz. Das Prinzip bewährte sich und Melitta Benz ließ sich ihre Erfindung schließlich patentieren. Das war die Geburtsstunde des bis heute erfolgreichen Kaffeeunternehmens Melitta.

Eismaschine

Ebenso wie über den Kaffee am Frühstückstisch freuen wir uns auch über ein Eis. Die heutigen Eismaschinen, die Eis in verschiedenen Geschmacksrichtungen herstellen, verdanken wir einer Frau: Nany Johnson. Die damalige Hausfrau erhielt 1843 ein Patent für ihre Erfindung, die den Speiseeismarkt revolutionierte. Dank ihrer Erfindung musste Eis nicht mehr stundenlang mit Löffeln oder Kellen gerührt werden.

Scheibenwischer

Mary Andersons (1866-1953) Erfindung eines Gummiwischers, der über einen Hebel im Auto betätigt wurde, gilt als Vorläufer des Autoscheibenwischers, wie wir ihn heute kennen. Die Amerikanerin erkannte die Not der Autofahrer in New York bei Schneeregen und entwickelte schließlich ein Gerät, das die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhte. Die Bedienung erfolgte manuell über einen Hebel in der Nähe des Lenkrads. Das Interesse war angesichts der damals noch in den Kinderschuhen steckenden Automobilindustrie gering, doch heute ist Mary Andersons bahnbrechende Erfindung aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Monopoly

Jeder kennt das Brettspiel “Monopoly”, das auf der ganzen Welt für stundenlangen Spielspaß sorgt. Erfunden wurde es von Elizabeth Magie Philipps, die ihre Spielidee 1904 unter dem Namen “The Landlord’s Game” patentieren ließ. Jahre später verkaufte sie das Patent für 500 Dollar an den arbeitslosen Vertreter Charles Darrow, der das Spielkonzept modifizierte und in “Monopoly” umbenannte. Das Spiel wurde schließlich ein Kassenschlager, doch außer den 500 Dollar ging die Erfinderin Elizabeth Magie Philipps leer aus. Zeit ihres Lebens musste sie um Ruhm kämpfen. Erst 2015 wurde sie als wahre Erfinderin bekannt.

Spülmaschine

Niemand hat wirklich Lust, schmutzige Teller, Tassen und Töpfe von Hand zu spülen. Dank der Erfindung des Geschirrspülers ist das auch nicht mehr nötig: Die wohlhabende Jopsephine Cochrane (1839-1913) musste zwar nie selbst abwaschen, wohl aber ihre Angestellten. Um ihnen die Arbeit zu erleichtern und außerdem zu verhindern, dass Unmengen von Porzellan zu Bruch gingen, entwickelte Cochrane 1886 zusammen mit einem befreundeten Ingenieur die erste Geschirrspülmaschine. Es handelte sich um ein Drahtgestell, das mit einer Handkurbel betrieben wurde und gleichzeitig eine Wasserpumpe und einen Seifenspender antrieb.

Paketfallschirm

Jahrhunderts wagten viele Menschen den Sprung aus den ersten Heißluftballons. Dabei wurden unhandliche und schwere Wickelfallschirme verwendet, die nicht gerade sicher waren. Nachdem der Lebensgefährte der gelernten Schneiderin Käthe Paulus bei einem Sprung verunglückt war, machte es sich die Deutsche zur Aufgabe, sicherere Fallschirme zu entwickeln. Und das gelang ihr. Sie entwickelte eine einzigartige Falttechnik und legte eine Hülle um den Fallschirm, die sich durch einen Schutzmechanismus öffnen ließ. Damit erfand sie den Paketfallschirm, wie er heute von Fallschirmspringern verwendet wird.

Das erste Computerprogramm

Ada Lovelace schrieb das erste Computerprogramm der Welt. Obwohl ihre mit einem Code programmierte Rechenmaschine nur ein Entwurf blieb, gelten ihre Forschungsergebnisse als erster Algorithmus der Welt. Lovelace legte den Grundstein für Grace Hopper, die schließlich die Schriftsprache in die Computercodierung “0” und “1” übersetzte.

Drahtlostechnologie

Wi-Fi und Bluetooth sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Den Grundstein für die heutige Funktechnologie legte die österreichisch-amerikanische Schauspielerin Hedy Lamarr mit der Erfindung des “frequency hopping”. Gelangweilt von Hollywood entwickelte sie gemeinsam mit dem Komponisten George Antheil eine Funkfernsteuerung für Torpedos im Zweiten Weltkrieg, die vom Militär letztlich aber nie eingesetzt wurde. Stattdessen wird das gleichzeitige Wechseln der Frequenz von Signalen heute in der Kommunikationstechnologie eingesetzt.

Solaranlage

Die Biophysikerin Maria Telkes (1900-1995) baute gemeinsam mit der Architektin Eleanor Raymond (1887-1989) das erste mit Solarenergie beheizte Haus, nachdem Telkes’ solarbetriebene Entsalzungsanlage zahlreichen Soldaten im Zweiten Weltkrieg das Leben gerettet hatte.

Gasheizung

Mit der Erfindung von Alice H. Parker (1895-1920) gehörte das mühsame Sammeln von Brennholz endgültig der Vergangenheit an. Sie entwickelte die erste regulierbare Gasheizung und ließ eine Konstruktion patentieren, die über Lüfungskanäle im Haus verteilte.

Autoheizung

Dass wir auch im Auto nicht frieren müssen, verdanken wir der amerikanischen Maschinenbauingenieurin Margaret A. Wilcox. Wilcox zu verdanken. Sie entwickelte Ende des 19. Jahrhunderts die erste Autoheizung, die aus einer Brennkammer unter dem Wagen und einem Rohrsystem bestand, durch das erwärmtes Wasser unter die Fahrgastzelle geleitet wurde.

 

 

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