Wanderer trifft Kuh: Tipps zur Vermeidung von Kuhattacken auf der Alm

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Obwohl Weidetiere wie Kühe, Ziegen und Schafe grundsätzlich friedliche Tiere sind, sollte man einige Verhaltensregeln beachten, wenn man ihnen beim Wandern begegnet.

Immer wieder hört man von Vorfällen, bei denen ein Wanderer von einer Kuh angegriffen wurde. Auch wenn solche Angriffe eher die Seltenheit als die Regel sind, sollte man die Begegnung mit Weidevieh auf Almen nicht unterschätzen. Die Naturfreunde Österreich geben Tipps für sichere Almwanderungen und ein gutes Miteinander von Mensch und Tier.

Eine der wichtigsten Verhaltensregeln ist es, den Tieren nicht zu nahe zu kommen. „Der Sicherheitsabstand sollte mindestens 20 Meter betragen und die Tiere keinesfalls gefüttert oder gestreichelt werden“, so Regina Hrbek, Leiterin der Abteilung Natur-, Umweltschutz und Hüttenmanagement der Naturfreunde Österreich in einer Aussendung. Empfehlenswert ist es außerdem, beim Wandern auf den gekennzeichneten Wegen zu bleiben und nicht direkt zu durch eine Herde zu wandern.

Kälber nicht streicheln

Vorsicht ist geboten, wenn man auf eine Herde mit Kälbern trifft. „Der Mutterinstinkt der Kühe ist stark ausgeprägt und sie würden ihre Jungen sofort verteidigen“, so Regina Hrbek. Die Kälber sollte man keinesfalls streicheln oder füttern und stattdessen ruhig und langsam weitergehen.

Hunde an die Leine

Trifft man beim Wandern mit freilaufenden Hunden auf Weidetiere, sind Konflikte vorprogrammiert. Denn Hunde werden von Kühen und anderen Weidetieren als Gefahr wahrgenommen. Wer mit seinem Hund unterwegs ist, sollte sich idealerweise eine alternative Route suchen und das Weidegebiet umgehen. „Es gilt Hunde immer an die Leine zu nehmen, außer bei erkennbaren Drohgebärden. Dann den Hund sofort von der Leine lassen“, so Regina Hrbek. „Er kann selbst am besten ausweichen und weglaufen.“ Die Naturfreunde Österreich warnen davor, sich schützend vor seinen Hund zu stellen, wenn die Angriffslust eines Weidetieres geweckt wird. Gegen eine ausgewachsene Kuh, einen Stier oder ein Pferd hat man keine Chance und gefährdet sich nur selbst.

Drohverhalten von Weidetieren erkennen

Wenn ein Rind den Kopf senkt, die Hörner oder die Stirn präsentiert und sich nähert, ist Vorsicht geboten. Es handelt sich um eine Drohgebärde. Drohende Schafe und Schafböcke erkennt man am Aufstampfen mit den Vorderbeinen, Ziegen heben den Kopf und zeigen ihre Hörner. Kommt ein Tier auf einen zu, sollte man sich langsam entfernen und ihm nicht den Rücken zuwenden. Kühe lassen sich meist durch lautes Rufen in selbstbewusstem Ton einschüchtern. Wer einen (Wander-)Stock dabei hat, kann diesen zusätzlich heben und so die Kuh abschrecken.

Weitere Informationen zu “Weidetieren auf Almen” stehen auf der Website der Naturfreunde Österreich zum Download bereit.

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