Die gefährlichsten Strände der Welt

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Ob starke Strömungen, Haie oder andere Gefahren – an manchen Stränden sollte man sich das Baden lieber zweimal überlegen.

Wer fühlt sich nicht von schönen Stränden und tiefblauem Wasser angezogen? Doch nicht alle paradiesisch anmutenden Strände sind so friedlich, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Haie, giftige Quallen, starke Strömungen, Treibsand oder gar radioaktiv verseuchtes Wasser machen aus manchen Traumstränden gefährliche Orte, die man lieber meiden sollte.

Cable Beach, Australien

Der 22 Kilometer lange Cable Beach in Australien wirkt mit seinem weißen Sand und dem kristallklaren, türkisfarbenen Wasser wie ein Paradies auf Erden und lockt Touristen mit atemberaubenden Sonnenuntergängen. Doch Vorsicht ist geboten, denn am Strand tummeln sich zahlreiche Salzwasserkrokodile. Der Strand ist daher die meiste Zeit des Jahres für Besucher gesperrt, aber auch in den wenigen Monaten, in denen er geöffnet ist, wird vom Baden dringend abgeraten.

Würfelquallen, Krokodile und Haie machen Cable Beach zu einem überaus gefährlichen Ort. Bild: Pixabay

Neben Krokodilen, die sich immer wieder aus den nahe gelegenen Flussarmen verirren, tauchen in Küstennähe auch immer wieder Haie auf und am Strand kann man zudem giftigen Spinnen und Schlangen begegnen. Vor der Nordküste Australiens treiben zudem gefährliche Würfelquallen ihr Unwesen, deren Gift für den Menschen tödlich sein kann. Ein Stich der Würfelqualle ist sehr schmerzhaft und erfordert in den meisten Fällen eine sofortige Behandlung im Krankenhaus. Und auch zwischen die Zähne eines Krokodils möchte man lieber nicht geraten.

Strand von Ajuy, Fuerteventura

Der schwarze Sandstrand von Ajuy auf der Kanareninsel Fuerteventura ist nicht zum Baden geeignet. Starke Strömungen und eine hohe Brandung machen das Baden zu einem gefährlichen Abenteuer, das sogar tödlich enden kann. Viele Schwimmer, die sich dennoch ins Wasser wagten, wurden ins Meer gezogen und ertranken. Ein Besuch am Strand und das Liegen auf dem schwarzen Sand sind kein Problem, solange man nicht ins Wasser geht.

Marshallinseln

Die Marshallinseln sind ein sehr gefährlicher Ort, denn von 1946 bis 1962 wurden dort von den USA Atombomben getestet. Fast 70 Atombomben wurden in der Region gezündet. Jüngste Untersuchungen der Columbia University haben ergeben, dass die Strahlung an einigen Orten höher ist als in Tschernobyl und Fukushima. Besonders stark betroffen sind die Atollen Enewetak, Rongelap, Utirik und das berüchtigte Bikini. Aufgrund der Gesundheitsrisiken und der hohen Radioaktivität sind diese Inseln ein sehr gefährliches Reiseziel, das man besser von seiner Reiseliste streichen sollte.

Maho Beach, St. Maarten

Der Maho Beach gilt als Touristenmagnet, aber auch als einer der gefährlichsten Strände der Welt. Wegen seiner Nähe zum Flughafen wird er auch Airport Beach genannt. Die Flugzeuge fliegen in einer Höhe von nur etwa 25 Metern über die Köpfe der Menschen hinweg. Schaulustige Touristen wollen sich nicht nur am Strand sonnen, sondern auch die Flugzeuge aus nächster Nähe beobachten.

Der Maho Beach in St. Maarten wird nicht ohne Grund auch als Flughafen-Strand bezeichnet. Bild: Pixabay

Die starken Winde, die von den Triebwerken der Flugzeuge ausgehen, haben in der Vergangenheit immer wieder zu tragischen Unfällen von Touristen geführt. Der Schub der startenden Flugzeuge ist bis zum Strand spürbar und wirbelt Sand und sogar Steine auf. Obwohl Warnschilder am Zaun direkt hinter dem Strand auf die Gefahr hinweisen, wollen sich viele Schaulustige das Spektakel nicht entgehen lassen.

Dumas Strand, Indien

Entlang des Arabischen Meeres im Bundesstaat Gujarat erstreckt sich der Dumas Beach, der für seinen dunklen Sand bekannt ist. Rund 21 Kilometer von der Stadt Surat entfernt, ist der Strand ein beliebtes Ausflugsziel im Süden der Region – aber auch sehr gefährlich. Denn hier leben tödliche Königskobras. Zudem soll es Einheimischen zufolge am Strand von Dumas spuken. Einige Besucher behaupten sogar, nachts ein unheimliches Heulen und seltsame Stimmen gehört zu haben. In der Vergangenheit sind sogar ein paar Menschen nach einem Ausflug zum Strand spurlos verschwunden.

Morecambe Bay, Großbritannien

Mit einer Fläche von 310 Quadratkilometern ist die Morecambe Bay das größte Watt- und Sandgebiet in Großbritannien. Das Gebiet birgt viele Gefahren für Besucher, wie zum Beispiel Treibsand und sich verändernde Kanäle und Flussläufe. Such- und Rettungsteams warnen immer wieder vor den Gefahren am Strand von Morecambe Bay. Zeugnis der Gefahr sind etwa Fahrzeuge, die im Treibsand versunken sind.

Die Treibsandgefahr in der Morecambe Bay ist nicht zu unterschätzen. Bild: Pixabay

Touristen werden mit Plakaten eindringlich vor Treibsand und versteckten Kanälen gewarnt. Die Treibsandfelder der Morecambe Bay gehören zu den gefährlichsten der Welt. Trotz zahlreicher Schilder, die vor Treibsand und versteckten Kanälen warnen, wagen sich immer noch viele Besucher an die Küste. Mehr als 100 Menschen sind bereits im Treibsand stecken geblieben und ums Leben gekommen. Mit einem ausgebildeten Wattführer kann man das Gebiet zwar erkunden, allein ist jedoch dringend davon abzuraten.

Chowpatty, Indien

Wer Mumbai besucht, sollte den Chowpatty Beach unbedingt meiden. Er gehört zu den am stärksten verschmutzten Stränden der Welt und das Baden im Meer kann zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. Sowohl das Wasser als auch der Sand sind durch die Abwässer der Stadt kontaminiert. Müll und Abfall aus der Stadt Mumbai bedecken den Strand und obwohl Freiwillige in den letzten Jahren versucht haben, den Müll zu beseitigen, stellt Chowpatty immer noch ein Gesundheitsrisiko dar.

Kilauea, Vereinigte Staaten

Der hawaiianische Vulkan Kilauea ist einer der letzten aktiven Vulkane der Welt. Er macht den pechschwarzen Strand zu einem der gefährlichsten Orte. Immer wieder spuckt der Vulkan Lava ins Pazifische Meer und lässt die Wassertemperaturen rund um den Strand auf bis zu 68 Grad, an manchen Stellen sogar auf bis zu 88 Grad ansteigen. Urlauber sollten sich daher lieber nicht unbedacht ins Wasser wagen und sich vorab erkundigen, ob der Vulkan in letzter Zeit Lava gespuckt hat.

Fraser Island, Australien

Auch wenn K’Gari, der ursprüngliche Name von Fraser Island, in der Sprache der Ureinwohner “Paradies” bedeutet, kann eine Reise dorthin zum Höllentrip werden. Denn die größte Sandinsel der Welt ist trotz ihrer atemberaubenden Schönheit eine der gefährlichsten Inseln der Welt. Auf Fraser Island leben große Spinnen, Schlangen und Krokodile. Die größte Gefahr geht aber wohl von den Dingos aus, die über die Insel streifen. Nicht nur am Strand, auch im Wasser lauern Gefahren durch Haie und Quallen, die man nicht unterschätzen sollte. Wer Fraser Island dennoch einen Besuch abstatten möchte, sollte Vorsicht walten lassen.

Auf Fraser Island können Besucher auf Dingos treffen. Bild: Pixabay

New Smyrna Beach, Vereinigte Staaten

New Smyrna Beach in Florida wird oft als die Hai-Hauptstadt der Welt bezeichnet und gilt als einer der gefährlichsten Strände der Welt. Viele Haiarten, darunter Bullsharks, werden von den warmen Gewässern des Atlantiks angezogen. Statistisch gesehen gibt es in New Smyrna Beach die meisten Angriffe von Haien auf Menschen. Seit Beginn der Aufzeichnungen wurden an diesem Strand etwa 250 Haiangriffe registriert. Man schätzt, dass jeder, der dort im Meer geschwommen ist, nur wenige Meter von einem Hai entfernt war.

Zipolite, Mexiko

Der Strand von Zipolite in Mexiko wird wegen seiner starken Meeresströmungen auch “Strand des Todes” genannt. Die gefährlichen Unterwasserströmungen haben schon mehrere Todesopfer gefordert. Auch hohe Wellen haben hier schon viele Badegäste in Gefahr gebracht. Selbst geübte Schwimmer sind den Unterströmungen nicht gewachsen, weshalb von einem Sprung ins Wasser abgeraten wird. Vor allem im Sommer sind die Strömungen besonders stark. Wenn man auf das Baden verzichtet, ist Zipolite ein angenehmer Erholungsort, an dessen Küste viele Pelikane leben und wo man schöne Spaziergänge unternehmen kann.

Alter-do-Chão, Brasilien

Der Flussstrand Alter-do-Chão bei Santarém in Brasilien ist ein Naturparadies, in dem man aber besser nicht schwimmen geht. Denn im Wasser tummeln sich Tiere, denen man nicht begegnen möchte: Piranhas. Zwar gelten die Fische mit den messerscharfen Zähnen als nicht besonders aggressiv, aber einen Piranha-Angriff sollte man trotzdem nicht riskieren. Denn ein solcher Angriff kann für den Menschen schnell tödlich enden. Im Wasser tummeln sich auch gefährliche Zitteraale. Wenn diese sich an den Körper schmiegen, bekommt man einen Stromschlag, bei dem die Überlebenschancen gleich null sind. Der bei Touristen beliebte Alter-do-Chão ist zwar nicht zum Schwimmen geeignet, einer Bootsfahrt steht aber nichts im Wege.

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