Diese Lebensmittel können beim Aufwärmen giftig werden

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Beim Resteessen vom Vortag ist Vorsicht geboten. Denn manche Lebensmittel können beim erneuten Erhitzen sogar giftig werden. 

Beim Kochen sind die Augen oft größer als der Magen. Allzu oft bleibt deshalb noch einiges an Essen übrig. Doch nicht immer ist das Aufwärmen ratsam. Bei manchen Lebensmitteln können sich durch erneutes Erhitzen gefährliche Toxine bilden, was oft mit falscher Lagerung zusammenhängt. Der Gesundheit zuliebe ist beim Aufwärmen folgender Lebensmittel Vorsicht geboten.

Gekochter Reis

Gekochter Reis kann am nächsten Tag ohne Probleme verzehrt werden, sofern er richtig gelagert wurde. Man sollte gekochten Reis nicht bei Zimmertemperatur stehen lassen, sondern sofort in den Kühlschrank stellen. Zimmertemperatur fördert das Wachstum von schädlichen Bakterien. Der Sporenbildner Bacillus cereus, der sich bei unzureichender Kühlung bevorzugt auf gekochtem Reis vermehrt, verursacht Lebensmittelvergiftungen mit Durchfall und Erbrechen. Durch Erhitzen werden die Sporen des Bakteriums nicht abgetötet, weshalb unsachgemäß gelagerter gekochter Reis in den Müll gehört.

Kartoffeln

Gekochte Kartoffeln sollten wie Reis im Kühlschrank aufbewahrt werden. Übriggebliebene Knollen, die bereits einige Stunden oder gar Tage auf dem Küchentisch gelegen haben, sollten nicht wieder aufgewärmt werden. Wie beim Reis kann sich der Bacillus cereus auf Kartoffeln vermehren, wenn sie nach dem Kochen auf Zimmertemperatur abgekühlt und nicht sofort in den Kühlschrank gelegt werden. Das Erhitzen reicht nicht aus, um die Bakterien abzutöten. Werden die Kartoffeln sofort in den Kühlschrank gelegt, können sie innerhalb von ein bis zwei Tagen problemlos verzehrt werden.

Nudeln

Beim Aufwärmen von Nudeln können sich schnell Fehler einschleichen, die ein gesundheitliches Risiko darstellen und in Ausnahmefällen sogar zum Tod führen können. Bei falscher Lagerung gekochter Nudeln liefern Spaghetti, Makkaroni, Penne und Co. einen perfekten Nährboden für das sporenbildende und hitzeresistente Bakterium Bacillus cereus, das unangenehme Magen-Darm-Erkrankungen hervorrufen kann. Nudeln sollten nach dem Kochen sofort im Kühlschrank aufbewahrt und am Folgetag verzehrt werden. Standen die gekochten Nudeln eine Weile bei Raumtemperatur herum, sollte man lieber zweimal übers Aufwärmen nachdenken.

Pilze

Auch zubereitete Pilze vertragen sich mit Raumtemperatur nicht. Sie neigen dazu bei zu geringer Kühlung toxische Verbindungen zu bilden. Sie neigen dazu, bei unzureichender Kühlung giftige Verbindungen zu bilden. Gleichzeitig kann sich ihre Eiweißstruktur gefährlich verändern. Pilze sollten nach der Zubereitung sofort in den Kühlschrank und spätestens am nächsten Tag gut durchgewärmt verzehrt werden. Vom Aufwärmen in der Mikrowelle ist abzuraten, da das Pilzgericht unter Umständen nicht gleichmäßig erhitzt wird und somit nicht alle Keime abgetötet werden. Außerdem sollten Pilze nur einmal aufgewärmt werden, da sich das Eiweiß der Pilze bei wiederholter Erhitzung in unverträgliche Stoffe umwandelt. Auf Nummer sicher geht, wer Pilzgerichte in einem Rutsch verspeist.

Spinat

Spinat sollte nicht ein zweites Mal aufgewärmt werden. Liegt das Blattgemüse zu lange bei Zimmertemperatur, kann sich das enthaltene Nitrat in gesundheitsschädliches Nitrit umwandeln. Wer Spinatreste am nächsten Tag doch noch essen möchte, sollte sie schnell abkühlen und im Kühlschrank aufbewahren. Liegt der Spinat bereits zwei Tage im Kühlschrank, gehört er nicht auf den Teller, sondern in den Abfall.

Eierspeisen

Kaltes Rührei aufwärmen, das klingt für viele etwas merkwürdig, und mit ihrem Bauchgefühl liegen sie auch richtig. Denn das Aufwärmen von Rührei, Omelette und anderen Eierspeisen ist nicht ganz ungefährlich. Wenn Eierspeisen zu lange bei Zimmertemperatur stehen, können sich Salmonellen bilden. Also besser nicht aufwärmen.

Hühnchen

Wird kaltes Hühnchen aus dem Kühlschrank wieder aufgewärmt, verändert es seine Eiweißstruktur und kann schwer im Magen liegen. Verdauungsstörungen können die Folge sein. Bei längerer Lagerung wird Hühnchenfleisch anfällig für Salmonellen und verliert beim Aufwärmen an Geschmack. Gekochtes oder gebratenes Hühnerfleisch sollte maximal drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt und vor dem Verzehr gut erhitzt werden. Das Aufwärmen sollte in der Pfanne oder im Backofen erfolgen, nicht aber in der Mikrowelle. In der Mikrowelle wird das Fleisch an einigen Stellen nicht ausreichend erhitzt, so dass Bakterien überleben können.

 

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