Haarpflege: Die häufigsten Fehler & wie man sie vermeidet

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Schönes Haar will gepflegt sein. Gesagt, getan. Doch gerade bei der Haarpflege gibt es viele Fehler, die genau das Gegenteil bewirken. Die Folge: Trotz gründlicher Pflege wirken die Haare ungesund und stumpf. Ob zu häufiges Waschen, eine zu reichhaltige Kur oder das falsche Shampoo – die Liste der Haarpflegefehler ist lang.

Oft ist es nicht zu wenig Pflege, die dem Haar schadet, sondern zu viel. Denn wer sein Haar überpflegt, hindert es daran, eigenes Kreatin und Fett zu produzieren. Auch wenn man glaubt, dem Haar etwas Gutes zu tun, schadet zu viel Pflege sowohl dem Haar als auch der Kopfhaut. Auch die Wahl der falschen Pflegeprodukte kann sich negativ auf das Haar auswirken. Es ist wichtig, Produkte zu verwenden, die auf den eigenen Haartyp abgestimmt sind.

Fehler 1: Haare zu oft waschen

Haare müssen regelmäßig gewaschen werden, aber nicht zu oft und schon gar nicht jeden Tag. Denn zu häufiges Waschen strapaziert das Haar und trocknet die Kopfhaut aus. Auch zu intensives Waschen, z.B. durch starkes Reiben der Kopfhaut, ist für eine schöne Frisur nicht förderlich. Gleiches gilt für zu heißes Waschen. Zu häufiges und zu heißes Waschen strapaziert die Haarstruktur und spült Öle und Fette aus, die die Kopfhaut vor dem Austrocknen schützen.

Ideal ist es, die Haare nur alle fünf Tage zu waschen. Wem dieser Rhythmus zu lang ist, der kann sich am Zwei-Tage-Rhythmus orientieren. Die Haare sollten nicht mit zu heißem, sondern mit lauwarmem Wasser gewaschen werden. Am Ende empfiehlt es sich, die Haare mit kaltem Wasser auszuspülen. Das kalte Wasser schließt die äußere Haarschicht und schließt die Feuchtigkeit im Haar ein. Dadurch erhält das Haar einen schönen Glanz und wird geschmeidig.

Fehler 2: Das falsche Shampoo

In den Regalen findet man unzählige Shampoos, was die Auswahl des richtigen Produktes nicht immer einfach macht. Wichtig ist, dass das Shampoo optimal zum eigenen Haartyp passt. Ob fettiges oder trockenes, gefärbtes, lockiges oder feines Haar – es sollte immer ein Shampoo verwendet werden, das auf die Bedürfnisse des eigenen Haares abgestimmt ist. Gefärbtes Haar braucht zum Beispiel eine andere Pflege als schuppiges oder fettiges Haar. Neben dem Haartyp sollte auch darauf geachtet werden, dass das Shampoo keine schädlichen Silikone enthält.

Silikone lassen das Haar zwar gepflegt und gesund aussehen, können es aber auf Dauer stumpf und brüchig machen. Um die schlechten Silikonrückstände aus dem Haar zu entfernen, ist eine gründliche Pflege notwendig. Stattdessen sollte man zu Shampoos greifen, die gute Silikone oder wasserlösliche Silikone enthalten. Diese wirken quasi als Transportmittel und sorgen dafür, dass die Pflegestoffe optimal aufgenommen werden.

Fehler 3: Kopfhaut vernachlässigen

Nicht nur das Haar, auch die Kopfhaut braucht Pflege. Oft wird jedoch vergessen, der Kopfhaut genügend Aufmerksamkeit zu schenken. Dabei ist die Kopfhaut eine wichtige Grundvoraussetzung für schönes Haar, denn nur wenn sie gesund ist, ist auch das Haar kräftig. Spezielle Seren oder Öle helfen, die Kopfhaut ausreichend zu pflegen, während ein Kopfhautpeeling Talg, abgestorbene Hautschüppchen und Stylingrückstände entfernt.

Hilfreich ist es auch, die Kopfhaut während der Haarwäsche sanft zu massieren. Dadurch wird die Durchblutung angeregt und die Kopfhaut gründlich gereinigt. Wichtig ist, dass die Kopfhaut mit den Fingerkuppen und nicht mit den Fingernägeln massiert wird. Bei Bedarf kann auch eine spezielle Massage- oder Kopfhautbürste verwendet werden. Außerdem sollte sowohl beim Waschen als auch beim Styling auf zu große Hitze verzichtet werden, da diese die Kopfhaut strapaziert und austrocknet.

Fehler 4: Nasse Haare bürsten

Wer seine Haare direkt nach dem Waschen entwirrt, sollte dies in Zukunft besser unterlassen. Nasses Haar ist empfindlicher und brüchiger. Wer nasses Haar bürstet, schadet ihm also mehr als er ihm nützt. Das Haar sollte zuerst mit einem Handtuch leicht getrocknet, aber nicht trocken gerubbelt werden. Dann lässt man sie eine Weile an der Luft trocknen und entwirrt sie mit einer guten Bürste. Am besten eignen sich Bürsten mit weichen Spitzen und Wildschweinborsten. Ist das Haar gut geknotet, helfen Spülungen, die gleichzeitig für Glanz und Widerstandskraft sorgen.

Fehler 5: Haare zu heiß und ohne Schutz föhnen

Haartrockner, Glätteisen und Co. sind bei täglicher Anwendung absolutes Gift für das Haar. Das heißt nicht, dass man auf das Föhnen verzichten muss, aber man sollte es nicht auf der höchsten Stufe tun. Ist das Haar weitgehend trocken, sollte man den Föhn beiseite legen, denn Hitze schadet der trockenen Haarstruktur noch mehr als nassem Haar. Die Feuchtigkeit wirkt wie ein Schutzschild gegen die heiße Föhnluft. Es empfiehlt sich, vor dem Föhnen ein Hitzeschutzprodukt aufzutragen. Diese schützen die Haarfaser bei Temperaturen bis 230 Grad und versorgen das Haar zusätzlich mit Nährstoffen.

Fehler 6: Haare falsch kämmen

Je weniger das Haar gekämmt wird, desto besser. Zu häufiges Kämmen regt die Talgproduktion an, wodurch das Haar schneller fettet. Auch die Kämmtechnik lässt bei vielen zu wünschen übrig. Häufig wird die Bürste an der Kopfhaut angesetzt und dann bis in die Spitzen gekämmt, wodurch die Knoten weiter nach unten geschoben werden. Dadurch werden die Knoten immer dichter und lassen sich nur schwer ausbürsten. Besser ist es, in den Spitzen zu beginnen und sich nach oben zu arbeiten. Auf grobes Bürsten und Ausreißen sollte verzichtet werden, da dies die Haarstruktur schädigt und zu unschönem Haarbruch führen kann.

Fehler 7: Haare oft zusammenbinden

Gerade bei einem Badhair-Day wirkt nichts mehr Wunder als ein Pferdeschwanz oder ein lockerer Dutt. Wer sein Haar jedoch ständig zusammenbindet oder hochgesteckt trägt, tut ihnen keinen Gefallen. Auch zu enge Haargummis und Gummibänder mit Metallverschlüssen schädigen das Haar auf Dauer und können zu Haarbruch führen. Je lockerer das Haarband sitzt und desto weicher das Material ist, desto besser und schonender für das Haar. Besser ist es, die Haare öfter mal offen zu tragen und Accessoires wie Spange, Haarreif und Co. zu variieren.

Fehler 8: Kein Sonnenschutz für die Haare

Nicht nur das Föhnen, sondern auch die Sonne schadet dem Haar. Gerade im Sommer ist es wichtig, bei längeren Aufenthalten im Freien einen UV-Schutz zu verwenden. Empfehlenswert ist ein Sonnenschutz, der sowohl vor UVA- und UVB-Strahlen als auch vor Meer- und Chlorwasser schützt. Am besten verwendet man ein Stylingprodukt mit einem Lichtschutzfaktor von 10 bis 15, damit das Haar nicht strohig wird und an Glanz verliert. Ist kein Sonnenschutz zur Hand, hilft auch ein lockerer Sonnenhut.

Fehler 9: Haare zu oft färben

Regelmäßiges und zu häufiges Färben schwächt das Haar und begünstigt Haarbruch. Dies gilt besonders für Blondierungen. Damit das Haar schön bleibt, muss es richtig gepflegt und mit Feuchtigkeit versorgt werden. Das geht am besten mit Shampoos, Haarmasken und anderen Pflegeprodukten für gefärbtes Haar. Außerdem ist es ratsam, die Haare möglichst nicht selbst zu färben, sondern einen Friseur aufzusuchen. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollte man sich die Haare nicht selbst blondieren. Zwischen dem Färben sollten mindestens sechs Wochen Pause liegen, beim Blondieren sind es mindestens acht Wochen.

 

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