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Die letzten Minuten: Was passiert, wenn man stirbt?

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Jeder hat sich schon einmal gefragt, was eigentlich passiert, wenn wir sterben. Lange Zeit blieb diese Frage ungeklärt und ließ eine Menge Platz für wilde Spekulationen. Nun haben Forscher herausgefunden, wie sich der Tod anfühlt.

Wer hätte das gedacht: Beim Sterben soll jenes Gefühl hervorgerufen werden, dass wir empfinden, wenn wir uns einen Horrorfilm ansehen. Das zumindest haben Forscher der „American Chemical Society“ herausgefunden als sie das Gehirn während des Sterbevorgangs analysierten.

Ganz schön gruselig

Am Anfang steht die Furcht im Zentrum. Man fürchtet sich. Das ist auf eine durch die Evolution anerzogene Reaktion zurückzuführen.Das Empfinden von Furcht dient quasi dem überlebenswichtigen Eigenschutz. Sie bewegt uns dazu, auf eine Gefahr zu reagieren oder wegzurennen. Durch eine Ansammlung von Neuronen, die den Thalamus bilden, wird die Angst bzw. Furcht kontrolliert. Der Thalamus wiederum, der größte Bereich im Zwischenhirn, dient zur Informationsvermittlung und ist besonders sensibel für Stress.

Empfinden wir Angst, bereiten wir uns darauf vor, schnell auf eine Gefahr zu reagieren. Hier kommt Adrenalin ins Spiel, welches während dieses Vorganges produziert wird. Die Folge: Das Herz pumpt schneller und die Sinne werden geschärft. Nimmt die Gefahr bzw. die Bedrohung zu, kann dies im Extremfall sogar zu einer Art Schockzustand führen.

Werden wir verletzt, senden die Neuronen Nachrichten zum Gehirn, wo sie vom Thalamus weiterverarbeitet werden. Das Gehirn bekommt den Befehl alles dafür zu tun, dass der Körper nicht noch einmal verletzt wird. Erliegt man seinen Verletzungen, arbeitet das Gehirn trotzdem noch eine Weile weiter. Man ist „klinisch tot“. Das Gehirn erlebt in dieser Phase noch eine letzte Bewusstseinswelle – eine mögliche Erklärung für ein Nahtod-Erlebnis. Nach dieser letzten Welle tritt schließlich der endgültige, der biologische Tod ein. Und was danach passiert, ist und bleibt wohl ungeklärt.

Lebensrückblick: Das siehst du vor dem Tod

„Bevor man stirbt, zieht das ganze Leben noch einmal an einem vorbei.“ Diese Worte habt ihr bestimmt schon einmal gehört. Und glaubt man den Ergebnissen einer israelischen Studie, soll genau das bei Menschen mit Nahtoderfahrungen immer wieder passieren.

Die Probanden berichteten alle nahezu dasselbe. So soll die Rückschau nicht chronologisch ablaufen. Vielmehr würden sie eine Reihe zufälliger Erlebnisse aus ihrem Leben vor Augen sehen und hätten während dieser Flashbacks jegliches Zeitgefühl verloren. Die Erklärung für dieses Phänomen finden die Forscher in Teilen des Gehirns im präfrontalen Cortex. Diese sind für autobiografische Erinnerungen zuständig und die letzten funktionierenden Gehirnbereiche, bevor der Tod eintritt. Die Forscher vermuten, dass derartige Erlebnisse bzw. ein erhöhtes Maß an geistiger Aktivität vom Gehirn produziert werden, um auf extreme Bedingungen zu reagieren.

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