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Migräne ade: Was hilft gegen Kopfschmerzen wirklich?

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Wenn der Kopf klopft, pocht und es sich so anfühlt, als würde dieser jeden Moment explodieren, steckt häufig eine Migräne dahinter. Wir verraten euch die besten Tipps, mit denen ihr eure Kopfschmerzen loswerdet oder zumindest lindern könnt.

1. Espresso mit Zitrone

Ein alt bekanntes Hausmittel bei Kopfschmerzen ist eine Tasse Kaffee mit einem Spritzer Zitrone. Diese zugegebenermaßen gewöhnungsbedürftige Mischung soll vor allem Spannungskopfschmerzen vertreiben und Migräne lindern. Besonders wirksam sollen starke Kaffeesorten, wie zum Beispiel Espresso oder Mokka, sein.

Unser Test: 
Wir haben diesen wilden Geschmack-Mix für euch getestet und können leider kein allzu positives Feedback geben. Außer der Tatsache, dass wir pudelwach waren, konnten wir keinen lindernden Effekt feststellen. Dies liegt wohl daran, dass wir generell zu viel Kaffee trinken. Die Behandlung empfehlen wir also nur jenen, die ansonsten wenig bis gar keinen Kaffee schlürfen.

Kaffee mit Zitrone soll bei Kopfschmerzen helfen.

2. Muskulatur entspannen

Häufig werden Kopfschmerzen durch eine verkrampfte Rücken- und Nackenmuskulatur ausgelöst. Verspannungskopfschmerzen fühlen sich nicht nur höllisch an, sie sind auch schwer mit diversen Schmerzmitteln zu besiegen. Allgemein werden bei Spannungskopfschmerzen Dehnübungen als auch ein warmes Vollbad empfohlen, um die Verspannungen zu lösen. Ein weiterer Tipp ist die Föhn-Massage, bei der ein gewöhnlicher Haarföhn zur Anwendung kommt.  Der warme Luftstrom des Föhns wird für einige Minuten lang um den Nacken, den Hinterkopf und die Schultern gekreist.

Unser Test:
Für die Dehnübungen haben wir ein sogenanntes Thera-Band verwendet und ein paar entspannende Übungen für den Schulter-Nacken-Bereich durchgeführt. Das Ergebnis war wirklich herausragend. Die Spannungskopfschmerzen sind zwar nicht sofort verschwunden, wurden aber deutlich gemindert. Nach regelmäßiger Anwendung traten die üblen Spannungskopfschmerzen viel seltener und vor allem mit geringerer Intensität auf.

Bei den Dehnübungen solltet ihr aber unbedingt darauf achten, dass ihr diese auch korrekt ausführt – andernfalls riskiert ihr noch ärgere Verspannungen. Und das ist schließlich nicht Sinn und Zweck der Sache.
Zum Tipp mit dem warmen Vollbad: Bei wirklich starken Kopfschmerzen ist ein Bad nicht gerade angenehm und kann – besonders bei zu großer Hitze – den Kopf noch heftiger brummen lassen. Bei leichten Schmerzen ist ein warmes Vollbad aber durchaus entspannend. Am besten gebt ihr Badezusätze wie Rosmarin hinzu, da diese die Durchblutung der Muskulatur fördern.
Wer von Dehnungsübungen mit dem Theraband oder Vollbädern nichts hält, kann es auch mit dem Föhn-Trick versuchen. Passt aber auf, dass ihr genügend Abstand zwischen dem Föhn und eurer Haut lässt. Entspannt euch anschließend und gönnt euch ein kleines Nickerchen.

3. Frische Luft

Bei akuten Kopfschmerzen kann es helfen, einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft zu machen. Das sorgt dafür, dass der Kopf mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird, erfrischt und macht munter.

Unser Test:
Bei Migräne solltet ihr auf Bewegung lieber verzichten. Die Beschwerden werden dadurch nur noch schlimmer.
Solltet ihr an akuten, eher leichten Kopfschmerzen leiden, ist gegen einen Spaziergang aber nichts einzuwenden. Uns hat die frische Luft bei leichten Kopfschmerzen gut getan und für ausreichend Linderung gesorgt. Weggezaubert wurden die Schmerzen aber nicht. Die Bewegung tat uns im Falle von Spannungskopfschmerzen besonders geholfen – ganz besonders, wenn wir ein paar spezielle Dehnübungen eingebaut haben:

  • Dreht im Stehen den Kopf soweit wie möglich nach rechts und anschließend nach links. Macht das Ganze langsam und vorsichtig, sodass ihr ein leichtes Ziehen im Schulter-Nacken-Bereich spürt.
  • Kippt den Kopf langsam in Richtung linke Schulter und richtet den Blick dabei stets nach vorne. Wiederholt diese Übung dann in Richtung rechte Schulter.
  • Steckt eure Hände während des Spaziergangs nicht in eure Jackentaschen und lasst eure schwere Handtasche zuhause. Versucht eure Schultern möglichst locker zu halten.

4. Kalter Waschlappen

Kälte hat bei Kopfschmerzen einen lindernden Effekt. Dazu wird einfach ein kalter, feuchter Waschlappen auf die Stirn gelegt. Währenddessen gilt es, sich für ein paar Minuten auszuruhen und zu entspannen.

Unser Test:
Je kälter, desto besser die Wirkung. Ein kalter, feuchter Waschlappen wirkt wahre Wunder und kann leichten, akuten Kopfschmerz sogar ganz wegzaubern. Nachteilig ist aber, dass sowohl die Haare als auch der Polster etwas von dieser Feuchtigkeit abbekommen und der kühlende Effekt schnell nachlässt. Wir empfehlen euch deshalb ein ganz besonderes Wundermittel, welches wir selbst ausführlich getestet haben: das Migräneband.

Das Migräneband Dr. Winkler ist ein wahrer Segen für alle Kopfschmerz-Geplagten. Es verschafft im Nu eine deutlich spürbare Linderung und ist ganz einfach anzuwenden. Mithilfe des integrierten Klettverschlusses kann das gekühlte Band spielend einfach am Kopf befestigt werden. Wir empfanden es als besonders wohltuend, wenn das Band eher eng angelegt wurde.

Der Effekt tritt sofort ein und hält auch lange an. Auf dem Beipackzettel wird empfohlen, das Migräneband in den Kühlschrank zu legen. Wir haben das Band aber stattdessen ins Tiefkühlfach gepackt. So hielt die kühlende Wirkung um einiges länger an. Ihr solltet das gefrorene Band aber keinesfalls gleich um den Kopf binden. Lasst es eine Weile auftauen und bindet es erst dann um den Kopf, wenn es eine angenehme Temperatur erreicht hat.
Der Vorteil des Bandes ist vor allem darin zu sehen, dass ihr nicht – wie im Falle eines kühlen Waschlappens – auf dem Sofa liegen müsst. Da das Band per Klettverschluss befestigt wird, könnt ihr während des Tragens alle Tätigkeiten verrichten, ohne an ein Verrutschen denken zu müssen. Obendrein spart ihr euch nasse Haare und einen feuchten Polster.

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5. Druckmassage

Bei Kopfschmerzen wird eine sanfte Druckmassage an den Schläfen oder der Stirn empfohlen. Dazu werden die Finger auf die Schmerzpunkte gelegt, ein leichter Druck ausgeübt und in kreisenden Bewegungen massiert. Der Druck sollte mindestens 30 Sekunden lang aufrechterhalten werden.

Unser Test:
Die Druckmassage hat eine wohltuende, wenngleich auch kurze Wirkungsdauer – nämlich solange man die Massage durchführt. Kaum lässt der Druck nach, beginnt der Kopf erneut zu pochen. Vielleicht liegt es daran, dass wir die richtigen Punkte nicht gefunden haben, oder aber der Kopfschmerz einfach zu stark war. Effektiver war hier das oben angeführte Migräneband. Je fester wir dieses um den Kopf gebunden haben, desto leichter wurde der Schmerz.

6. Pfefferminze

Für alle, die an Spannungskopfschmerzen leiden, wird Pfefferminzöl empfohlen. Es entkrampft die Muskulatur und aktiviert die Kältesensoren. Das Öl wird ganz einfach auf die Schmerzpunkte an der Schläfe oder Stirn aufgetragen.

Unser Test:
Pfefferminzöl ist ein wahrer Segen bei Spannungskopfschmerzen. Geholfen hat uns vor allem der Migrastick von Arkopharma und das Pfefferminzöl von Art Naturals.

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7. Wasser trinken

Kopfschmerzen sind zwar kein alleiniges Symptom für zu wenig Flüssigkeit, allerdings wird bei einem Brummschädel der Griff zur Wasserflasche dringend empfohlen. Warum? Wenn wir zu wenig trinken, hat dies zur Folge, dass das Blut dickflüssiger wird. Dadurch wird weniger Sauerstoff zum Gehirn transportiert und der Blutdruck sinkt. Es können sich neben Kopfschmerzen sowohl Schwindelgefühle als auch Konzentrationsschwächen einstellen.

Unser Test:
Ausreichend Wasser trinken verdünnt das Blut und kann sich eventuell sogar den Griff zum Aspirin, welches ebenfalls blutverdünnend ist, sparen. Wir fühlten uns nach einem großen Glas Wasser um einiges wohler und konnten eine leichte Schmerzlinderung feststellen. Noch besser tat uns allerdings ein Glas leicht sprudelndes Mineralwasser, welches wir mit einem Schuss Zitrone verfeinert haben.

Unsere Empfehlungen sind subjektiv und basieren auf unseren eigenen Tests, die wir durchgeführt haben, als wir selbst unter Kopfschmerzen litten. Was hilft und was nicht ist natürlich von Person zu Person unterschiedlich und hängt von der jeweiligen Art und Intensität des Kopfschmerzes ab. Greift nicht gleich zur Schmerztablette, sondern probiert unbedingt den ein oder anderen Tipp aus. Das ist besser für die Gesundheit und erspart unerwünschte Nebenwirkungen.

Lasst uns wissen, was euch geholfen hat oder welche Tipps ihr bei Kopfschmerzen empfehlen könnt.

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