Optimale Arbeitszeit: Vor 10 Uhr sollte man nicht mehr arbeiten

Optimale Arbeitszeit: Vor 10 Uhr sollte man nicht mehr arbeiten

Wir wussten es schon immer: So richtig in Schwung kommen die meisten Menschen erst ab 10 Uhr. Grund genug also, um den durchschnittlichen Arbeitsbeginn um 8 oder 9 Uhr morgens auf 10 Uhr zu verlegen. Zu dieser Erkenntnis kommen nun auch neueste Forschungsergebnisse.

Unsere Arbeitspläne passen nicht zu unserem natürlichen Biorhythmus. Das sagen nicht nur Morgenmuffel, sondern auch die Wissenschaft. An der Ludwig-Maximilian-Universität in München wurde herausgefunden, dass rund 70 Prozent aller Menschen früher aufstehen, als sie sollten.
„Es ist nicht rational, dass Arbeit fix um 8 Uhr anfängt“, so der Forscher Till Roenneberg gegenüber der BBC. Es ginge nicht darum, wie viele Stunden jemand schläft, entscheidender sei vielmehr der Tagesrhythmus – und der kann stark fluktuieren. Unser Arbeitsrhythmus nimmt darauf in der Regel keine Rücksicht.

Produktiver und gesünder am Arbeitsplatz

Das Experiment wurde in der Volkswagen Fabrik durchgeführt. Roenneberg passte dazu die Arbeitszeiten der Arbeiter an deren Biorhythmus an. Das heißt: Frühaufsteher sind früher in der Fabrik erschienen, während alle Nachteulen später zur Arbeit gekommen sind. Das Ergebnis: Die Arbeiter, die erst später angefangen haben, waren weniger müde und produktiver. Sie waren nicht nur während der Arbeit, sondern auch in ihrer Freizeit fitter als jene Kollegen, die schon früher aus den Federn mussten.
Vor allem jüngeren Menschen fällt es schwer, schon um 6 Uhr morgens aufstehen zu müssen. Schuld daran ist der Tagesrhythmus. Mit dem Alter verschiebt sich dieser und es wird leichter, früh aufzustehen.
Dennoch gilt für die meisten Menschen der Arbeitstag viel zu früh. Laut Wissenschaftlern ist 10 Uhr der perfekte Arbeitszeitbeginn. Passt der Schlafrhythmus eines Angestellten mit seinem natürlichen Schlafrhythmus überein, so ist dieser produktiver, macht weniger Fehler und produziert qualitativ hochwertigere Arbeit – und davon profitiert letztlich auch der Arbeitgeber.

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Lifestyle   14. März 2016